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Patientenidentifikation

Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass für einen AC kein zusätzliches Patientenmanagement notwendig ist und die bereits für ELGA implementierten Verfahren auch für einen AC weiterverwendet werden können. 

Für alle via Z-PI identifizierten Patienten kann daher für XDS Dokumententransaktionen ein beliebiger, dem Z-PI bekannter und von BeS abfragbarer Identifier (SVNR, bPK-GH, XAD-PID) verwendet werden. Dokumente können mit einem der oben angeführten Identifier eingestellt, ersetzt bzw. storniert und gesucht werden. Bei der Registrierung von Dokumenten werden die Identifier durch die vLPID in den Metadaten (XDS-DocumentEntry Patienten ID) ersetzt.

Das BeS verwendet primär den Z-PI um einen XAD-PID Identifikator (vLPID) für einen AC abzuleiten. Auch wenn beispielsweise die bPK-GH für einen AC auf Client und Fachlogik Seite als Identifier verwendet werden kann, muss um die Cross Community Kompatibilität zu gewährleisten für die Kommunikation zwischen der initiierenden und antwortenden ZGF sowie zwischen der antwortenden ZGF und der Fachlogik des Acs eine vLPID (XAD-PID) verwendet werden.

Es ist vorgesehen, standardisierte Dienste (IHE, HL7) des Z-PI in BeS zu integrieren, um das Handling von verschlüsselten bPK-GHs für ressortübergreifende Anwendungsfälle zu unterstützen. Details diesbezüglich sind in einer späteren Phase zu erarbeiten.

Für spezielle AC Implementierung wie z.B. Schnittstellen zum NCPeH-AT (AT nach EU) kann die Patientenidentifikation und vLPID, per Konfiguration ausgesetzt werden (CHECK_PATIENT:false).

Virtuelle LPID (vLPID)

Da jeder AC aus Sicht von BeS mittels eigener XDS Instanz und somit als eigene Affinity Domain implementiert ist, wird auch eine eigene Home Community ID für den Zugriff über die ELGA ZGF verwendet. Um die Zuordnung einer Domain ID (root) zu einer XCA Community (AC) zu ermöglichen und um der Semantik von IHE XDS zu folgen, wird eine virtuelle LPID mit eigener Domain ID generiert, die von einer für den AC definierbaren Source Domain (SVNR, bPK-GH, LPID) aus dem Z-PI abgeleitet ist. Aus heutiger Sicht wird als Source Domain für alle AC die bPK-GH herangezogen und als extension ID für den jeweiligen AC verwendet. Zu diesem Zwecke wird im Rahmen des Ausstellens, der entsprechenden AC-Treatment-Assertion, ein PIX Query an den Z-PI gesendet.

Die vLPID, und somit die XAD-PID eines Patienten eines AC, setzt sich wie folgt zusammen:

  • einer root ID welche die Domänenkennung enthält

  • einer extension ID welche die bPK-GH repräsentiert

Die XAD-PID des AC besteht aus der bPK-GH (ID) und der Domäne des AC. Im Falle des e-Impfpasses ist die XAD-PID Domäne und die Home Community ID z.B. ident. In der BeS Konfiguration werden aus Gründen der Weiterentwicklung die Werte jedoch getrennt geführt. Weiters ist die Home Community ID in Kontrast zur XAD-PID eine OID, die mit ‚urn:oid’ präfixiert werden muss.

Die vLPID ist eine AC intern verwendete ID, welche nicht an abfragende Clients weitergegeben wird. Sie wird in den Metadaten der CDA Dokumente eingefügt, aber in einer ITI-18 Abfrage nicht retourniert. Bei einer ITI-18 Abfrage wird die ID in "XDSDocumetEntry.patientId" zurück gegeben mit der abgefragt wurde.

Hintergrund: Die Kennung des Patienten / Datensatzes in einer Domäne – also das Paar extension & root – muss eindeutig sein, damit der Datensatz in der gesamten Infrastruktur eindeutig identifiziert werden kann.